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Am Sonntag, den 15. September 2019 veranstaltete der SPD-Ortsverein Berg sein inzwischen schon traditionelles Bogenschießen bei strahlendem Sonnenschein. Unsere Ortsvereins-Vorsitzende Marion Koppelmann kam vorbei und traf dort auch unsere SPD-Landratskandidatin Christiane Kern sowie den vom SPD-Ortsverein Berg unterstützten Bürgermeisterkandidaten für Berg Rupert Steigenberger.

von links: Bernhard v. Rosenbladt (OV-Vors. SPD Berg), Marion Koppelmann (OV-Vors. SPD Seefeld), SPD-Landratskandidatin Christiane Kern, SPD-Kreisrätin Sissi Fuchsenberger (OV Berg), Bürgermeisterkandidat für Berg Rupert Steigenberger; Foto: Andreas Heinrich

Pflegeroboter und medizinische Assistenzsysteme helfen Kranken, Pflegenden und Ärzten

Mitglieder der Ortsvereine Seefeld & Wörthsee zusammen mit Vertreterinnen der Nachbarschaftshilfen Seefeld, Hechendorf und Wörthsee; 3. von links, die Organisatorin, unsere Schatzmeisterin Angela Pflügler, 7. von links Johann Heindl vom DLR

Am 9. Juli besuchten Vertreterinnen der Nachbarschaftshilfen Seefeld, Hechendorf und Wörthsee zusammen mit Mitgliedern der SPD-Ortsvereine beider Gemeinden das „Institut für Robotik und Mechatronik“ im DLR, um sich über die Fortschritte in der Pflegerobotik zu informieren.

Nach einer kurzen Einführung über die ersten „Gehversuche“ mit Roboterassistenz im All vor mehr als dreißig Jahren, war eine der drängendsten Fragen der Teilnehmenden, wie man von der Raumfahrtforschung zur Pflege am Menschen komme. Johann Heindl vom DLR antwortete darauf, dass die für den Weltraum entwickelten Techniken auch den Menschen auf der Erde dienlich sein könnten. So ging die im DLR entwickelte Roboterhand DEXHAND den Astronauten bei ihren Raumfahrtmissionen „zur Hand“ und ihre Weiterentwicklung beim Roboter DAVID kann auf der Erde den Kranken- und Altenpflegern assistieren. Dabei gehe es nicht darum, Menschen in der Pflege zu ersetzen, sondern ihnen Arbeit abzunehmen und den Patienten, besonders auch Schwerstbehinderten, eine gewisse Eigenständigkeit zurückzugeben. Das Projekt SMiLE beschäftigt sich mit der Entwicklung von Roboterassistenten für zu Hause und fürs Pflegeheim. EDAN ist eine sogenannte robotische Forschungsplattform. Dabei handelt es sich um einen computergesteuerten Rollstuhl mit Assistenzarm, der es motorisch stark eingeschränkten Patienten zukünftig ermöglichen wird, wieder selbstbestimmt z.B. eine Kühlschranktür zu öffnen, um sich etwas zu trinken zu nehmen bzw. vom Roboterarm anreichen zu lassen. Die Steuerung kann per Joystick oder über Muskelsignale erfolgen, die an der Hautoberfläche gemessen und übertragen werden.

(Foto: EDAN, DLR-Mitarbeiterin, Willi Deml vom Ortsvereins Seefeld und Doriano Depolli vom Ortsverein Wörthsee)

Auch wenn das alles immer noch ein bisschen wie Science Fiction anmutet, ist die Fiktion doch in Teilen wahr geworden, und die Pflegekräfte der Nachbarschaftshilfen standen den Möglichkeiten, die es durch die Technik in Zukunft geben wird, positiv gegenüber. Denn wenn Pflegeroboter die Routinearbeiten übernehmen, bleibt den Pflegenden mehr Zeit für menschliche Zuwendung.

Ebenfalls sehr beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer der Führung durchs Institut für Robotik und Mechatronik von den Fortschritten bei den robotischen Assistenzsystemen für die medizinische Diagnostik und minimal-invasive Intervention im MIRO Innovation Lab. Bei operativen Eingriffen mit den hier in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis weiterentwickelten Medizinrobotern ist die Schmerzbelastung nach der Operation geringer und eine Heilung erfolgt schneller. Natürlich kann und soll der Roboter auch hier den Menschen nicht ersetzen, sondern ihm lediglich zur Hand gehen.

Wer sich selbst ein Bild vom Stand der Technik in Sachen Pflege- und Medizinrobotik machen möchte, kann dies am 21. Juli tun, beim Tag der offenen Tür im DLR oder auf der Web-Seite des Instituts für Robotik und Mechatronik.

Fotos: Andreas Heinrich; Text: Marion Koppelmann

Und hier noch ein paar Bilder unseres Besuchs:

Herr Heindl erklärt anschaulich, worum es geht
Hier entwickeln die Fachleute für eine mikro-invasive roboter-gestützte Chirurgie
Der Pflegeroboter „Rollin‘ Justin“
Unsere OV-Vorsitzende Marion Koppelmann sucht Schulter zum Anlehnen …

v. r.: SPD-EU-Kandidat Korbinian Rüger, Kabarettistin Lizzy Aumeier, Manager Andreas Stock, Musikerin Svetlana Klimova, Orstvereinsvorsitzende Marion Koppelmann, SPD-EU Kandidat Tobias Köck

Neues Format „Kabarett & Diskussion

Am 28. März fand unsere Veranstaltung „Europa: Politposse oder Potenzial mit Zukunft“ im S u d h a u s auf Schloss Seefeld statt. Eingeladen haben wir zusammen mit dem Ortsverein Wörthsee, mit dem wir seit November 2018 eine Kooperation pflegen.

Gesamtansicht Sudhaus bei der Vorstellung am 28.03.19

SPD muss klarer & geschlossener auftreten

Den Auftakt unserer Veranstaltung bildete die kabarettistische Einlage von Lizzy A u m e i e r zusammen mit der Sologeigerin und -pianistin Svetlana Klimova. Die beiden stimmten die Gäste humorig, aber auch mit deutlichen Worten auf die anschließende politische Diskussion rund um das Thema Politik & Europa ein. So ermahnte Lizzy A u m e i e r, die selbst aus einem SPD-Haushalt stammt, die anwesenden Genossen und Genossinnen eindringlich, klarere & einfachere Worte zu finden und geschlossener aufzutreten.

Lizzy Aumeier fordert mehr Geschlossenheit und eine einfachere Sprache von der SPD!

„Schwesterchen“ Russland

Außerdem weist Lizzy Aumeier darauf hin, dass Europa zumindest im kulturellen Bereich, Russland wesentlich näher sei als den Vereinigten Staaten von Amerika, und dass wir als Europäerinnen und Europäer diesem Umstand zukünftig mehr Rechnung tragen sollten.

Svetlana Klimova war Konzertmeisterin des Orchesters im Staatlichen Akademischen Kammermusiktheater in Moskau


Svetlana Klimova (Geige), Lizzy Aumeier (Kontrabass), 28.03.19

Im Anschluss an den musikalisch-kabarettistischen Vortrag stellten sich unsere beiden Europa-Kandidaten Tobias Köck und Korbinian Rüger den Gästen vor.

Der Gesellschaft etwas zurückgeben

Tobias Köck*, 39 Jahre alt und erst vor kurzem Vater geworden, widmet die Hälfte seiner Arbeitskraft dem Ehrenamt, weil er so der Gesellschaft etwas zurückgeben möchte. Er ist sich sicher, die Möglichkeit zu studieren, verdankt er ursächlich der SPD-Politik der 1970er Jahre. Einer der Schwerpunkte seiner politischen Arbeit ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Das anzustrebende Ziel sollte sein, dass die jungen Leute auch in ihren Heimatländern Anstellungen finden, die ihrer Ausbildung entsprechen. Dazu verweist er auf das SPD-Europa-Wahlprogramm für ein soziales Europa, bei dem es auch um die Angleichung der Lebens- und Sozialversicherungs-Standards in den verschiedenen Mitgliedsländern geht.

SPD-EU-Kandidat Tobias Köck, 39, tritt für ein soziales Europa ein

Geboren in der EU: eine glückliche Fügung

Auch Korbinian Rüger*, 30 Jahre alt und Doktorand der Politischen Philosophie ist sich bewusst, dass er durch die glückliche Fügung, in Deutschland und nicht in irgendeinem Drittland geboren worden zu sein, Möglichkeiten hat, die anderen junge Menschen in seinem Alter verwehrt bleiben. Er tritt dafür an, die gesetzgebende Kraft der EU vermehrt in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zu legen und kann sich Ländergrenzen-überschreitende Wahlkreise oder gar gemeinsame Listen vorstellen.

SPD-EU-Kandidat Korbinian Rüger, 30, ist Gründungsmitglied von „Project for a Democratic Union (PDU)“

Wollen wir Willy Brandt und Helmut Schmidt zurück?

Zu Beginn der anschließenden Diskussion mit den Gästen stellt sich nach dem „SPD-Lied“ von Lizzy Aumeier, in dem sie sich Willy Brandt und Helmut Schmidt zurückwünscht, die Frage, ob das Publikum das auch so sehe. Eine junge Dame formuliert, sie verstehe den „Hype“ um die beiden nicht. Die „älteren Semester“ erklären, dass sie an Willy Brandt und Helmut Schmidt die Reformpolitik der SPD festmachen und sich wünschen würden, dass die SPD des dritten Jahrtausends wieder ähnlich versiert die Probleme der Zeit anpackt und löst. Aber gerne mit mehr Frauenpower!

Kritische Fragen, nicht nur zum Thema Europa

Parité: Geschlechter-gerechte Besetzung der Parlamente?

Bei der darauf folgenden Frage, warum eigentlich nicht genauso viele Frauen in den Parlamenten säßen, wie es der Bevölkerungsstruktur entspräche, wird auch das in Brandenburg vom regierenden rot-roten Bündnis vor kurzem verabschiedete Parité-Gesetz angesprochen. Dessen Übertragung auf den Bundestag und weitere Landesparlamente hält die gefühlte Mehrheit der Anwesenden für gerecht und überfällig, auch wenn manche der Ansicht sind, dass es dem Grundgesetz widersprechen würde. Desweiteren wird darauf hingewiesen, dass die SPD seit Anfang der 1980er Jahre die Maxime herausgegeben hat, die Kandidat*innen-Listen nach dem Reißverschluss-Prinzip zu reihen: abwechselnd ein Mann und eine Frau oder umgekehrt.

Wo sind die Frauen?

Warum aber gibt es nach wie vor viel weniger Frauen als Männer in sämtlichen politischen Gremien, wird gefragt. Unser Kandidat Tobias Köck erklärt daraufhin, dass die Frauen viel mehr Themen hätten, um die sie sich in ihrem Lebensalltag kümmern wollen und müssen. Auch heute noch liege die Schmerzgrenze in Sachen „ordentlicher Haushalt“ bei Frauen in der Regel niedriger als bei ihren Partnern. Nach wie vor haben viele Männer als Interessenschwerpunkt das Fortkommen im Beruf und vielleicht noch ein Hobby — vielleicht sogar die Politik. Damit Frauen Raum und Zeit finden, um sich ebenfalls mehr in diese Richtung zu engagieren, sollen ihnen ihre Partner den Rücken stärken UND freihalten.

SPD-EU-Spitzenkandidatin und Justizministerin Katarina Barley hat alles richtig gemacht

HARTZ IV für Europa?

Bei der Frage eines Gastes, ob die anwesenden Mitglieder der umliegenden SPD-Ortsvereine beim Thema „Anpassung der sozialen Verhältnisse in Europa“ etwa HARTZ IV und damit dessen negative Seiten für die Betroffenen nach Europa exportieren wollten, wird deutlich darauf hingewiesen, dass in Bezug auf HARTZ IV in Deutschland regelmäßig vergessen wird, dass HARTZ IV zusammen mit den GRÜNEN eingeführt wurde. Auch erschien es damals als Notwendigkeit, um eine drohende Massenarbeitslosigkeit abzuwenden. Inzwischen sind die wirtschaftlichen und Arbeitsmarkt-politischen Verhältnisse andere und die SPD arbeitet an Verbesserungen.

BREXIT hautnah

Der bevorstehende BREXIT sei nur der Gipfel einer langen Geschichte, erläutert Korbinian Rüger, der die Hälfte des Jahres in Oxford lebt. Großbritannien habe schon von jeher ein weniger emotionsgeladenes Verhältnis zu Europa gehabt, als wir auf dem Kontinent. Erst wollten die Gründungsväter Großbritannien nicht dabei haben, dann hat man auf der Insel bei der Währungsunion nicht mitgemacht, sich von SCHENGEN ausgenommen und die Grundrechte-Charta nicht anerkannt. Vor der Volksabstimmung zum BREXIT habe man die (jungen) Leute belogen. Durch eine schwache politische Führung sei das Desaster überhaupt erst möglich geworden, indem sie in einer so wichtigen Frage durch die „Volksabstimmung ohne Not“ populistischen Kräften letztlich die Entscheidungshoheit überließ und sich eigentlich nur eine Stärkung der eigenen Position erwartete.

SOPHIA nur noch aus der Luft

Das komme dabei raus, erklären die beiden EU-Kandidaten unisono, wenn man den rechtspopulistischen Kräften Macht gibt und sich parallel in der EU auf Abkommen versteift, die einem einzigen Bündnisland die ganze Verantwortung für die ankommenden Flüchtlinge aufbürdet, während sich andere die Rosinen aus den Möglichkeiten, die die EU biete, picken und gleichzeitig weigern, die ihnen zugewiesenen Kontingente zu bedienen. Da aber bei der „Angst vor Flüchtlingen“ auch immer mitschwingt, persönliche Pfründe abgeben zu müssen, sei es unabdingbar, dass wir weiter auf ein soziales Europa setzen, das die Lebenssituationen aller Mitglieder so verbessert, dass sie ihre Errungenschaften in Sachen Wohlstand nicht durch ein paar Tausend Flüchtlinge gefährdet sehen.

Was ist das Rezept der SPD gegen die Ablösungstendenzen innerhalb der EU?

Korbinian Rüger erklärt, dass die Antwort im Parteinamen der SPD angelegt sei: „Wir müssen sozialer werden und mehr Demokratie zulassen, vor allem auch in Europa!“

Europa ist die Antwort … und die Zukunft

Am Ende des Abends sind sich die Anwesenden einig, dass man der Zukunft gelassen entgegensehen kann, wenn diese von jungen Menschen wie den beiden Kandidaten mitgestaltet wird. Die Ortsvereinsvorsitzende Marion Koppelmann dankt den Gästen und den Vertreter*innen der Ortsvereine Gauting, Gilching, Gröbenzell, Iffeldorf, Planegg, Weßling und Landsberg fürs Kommen sowie dem Ortsverein Berg, dem Ortsverein Wörthsee sowie der Kreis-SPD Starnberg für die monetäre Unterstützung des neuen Veranstaltungsformats „Kabarett & Diskussion“.

Zum Schluss ein großes Dankeschön von der Ortsvereinsvorsitzenden Koppelmann an alle, die die Veranstaltung möglich gemacht haben!

Text: Marion Koppelmann, Fotos: Andreas Heinrich & Andreas Schöpf

*) Mehr über die beiden weiter unten auf dieser Web-Seite!

Die Kreis-SPD Starnberg plant den Europa-Wahlkampf im Andechser Hof, Herrsching; vom Ortsverein Seefeld dabei: Ernst Deiringer (hinten links), Marion Koppelmann (vorne rechts), sowie Wolfgang Niemann und Dr. Sven Nissen-Meyer (beide nicht auf diesem Foto von Andreas Schöpf)
MdL Florian Ritter: 5. von rechts


Als Auftakt unserer Wahlinfo-„Kampagne“ fand am 24. September 2018 morgens ab 6 Uhr  an der S-Bahn in Hechendorf die Frühverteilung der Kandidatinnen-Flyer von und mit unserer Landtagskandidatin Christiane Kern und unserer Bezirkstagskandidatin Sissi Fuchsenberger statt.

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Foto oben: Oliver Meyer

Am 22. Juli 2018 war auch der Ortsverein Seefeld bei der Demo gegen Hetze, Rassismus und Spaltung der Gesellschaft in München vertreten. Das Bild zeigt die Ortsvereinsvorsitzende Marion Koppelmann gemeinsam mit unserer Landtagskandidatin Christiane Kern …

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Unser Klimaschutzantrag wurde gelesen!

Der Bundesverband WindEnergie e.V. bringt das monatliche Magazin „neue energie“ heraus.
Auf Grund unseres (SPD-OV Seefeld) Antrags zu den GroKo-Verhandlungen zum Thema „Klimaschutz“ wurde man auf uns aufmerksam und bat unseren Ortsverein um ein Interview, das Ernst Deiringer dem neueenergie-Redakteur Tim Altegör  gegeben hat. Der Inhalt des Interviews wurde im Leitartikel „Energiepolitik“ der Februar-2018-Ausgabe im Unterthema „Klimaschutz ist ein ureigenes soziales Thema“ untergebracht, den Sie unter folgendem Link erreichen:

https://www.neueenergie.net/politik/deutschland/klimaschutz-ist-ein-ureigenes-soziales-thema

Text von Marion Koppelmann

Wir eröffnen das heute journal am 14.1.2018

Am 14. Januar 2018 fand im Andechser Klosterhof der Neujahrsempfang der Kreis-SPD Starnberg statt. Als Rednerin war unsere Bayern-Vorsitzende Natascha Kohnen geladen, die von den Sondierungsverhandlungen berichtete, die gerade stattgefunden hatten.

Natascha Kohnen im Interview — im Hintergrund wartet unser OV-Mitglied Dr. Sven Nissen-Meyer auf ein Zeitfenster, um seine Themen bei Natascha vorzubringen

Das Fernsehen war auch anwesend und berichtete bereits am selben Abend z.B. im ZDF heute journal von der Veranstaltung.

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Im Anschluss an unseren Referatsabend „Rentenreform: Aber wie?“ hat unsere Arbeitsgruppe „Rente“ folgendes Schreiben an das Bundesministerium für Arbeit & Soziales aufgesetzt und am 26. Januar 2017 an Andrea Nahles versendet:

Vorschlag zur Umstrukturierung der „Rente“, basierend auf dem Prinzip der Solidarität:
von allen für alle

Sehr geehrte Frau Ministerin, liebe Andrea,

die von Dir vorgelegten Vorschläge zur Rentenreform* weisen teilweise bereits in die richtige Richtung, gehen aber noch nicht weit genug, um eine langfristig tragfähige und solidarische Lösung der Rentenproblematik zu gewährleisten. Hierzu ist unseres Erachtens nach eine grundsätzliche Umstrukturierung des gesamten Rentensystems erforderlich mit folgenden Zielen:

  • Anhebung des Rentenniveaus auf wenigstens 50%

  • Mindestrente oberhalb der Grundsicherung für alle Einzahlenden

  • Entlastung der unteren Einkommensgruppen und Aufwertung deren Einzahlungen

  • Solidarische Beteiligung aller Einkommen (auch das der Beamten, der Freien Berufe und der Kapitalerträge) zur Finanzierung der Rente

Bei der Rente sollte es sich um eine gesamtgesellschaftliche Leistung handeln. Es ist daher notwendig, die Finanzierung entsprechend der Kapazitäten der einzelnen Bürgerinnen und Bürger solidarisch zu verteilen. Erklärtes Ziel muss es sein, die Rente sicher und für alle zugänglich zu machen, und zwar oberhalb des Existenzminimums, und damit die sonst deutlich um sich greifende Altersarmut ab etwa 2030 zu verhindern.

Unser Vorschlag zur Finanzierung basiert auf dem Prinzip des Soli, d.h. die RV-Beiträge der Arbeitnehmerinnen und -nehmer verhalten sich proportional zu ihrer Steuerschuld. Weiterlesen

Der Mythos vom Eckrentner und die Ungerechtigkeiten bei der Mütterrente

Am 20. Oktober 2016 fand unser Öffentlicher Stammtisch zum Thema „Rente“ unter dem Titel „Rentenreform: Aber wie?“ statt. Trotz der Brisanz des Themas und der Annoncierung in der Presse fanden nur wenige Besucher den Weg zu unserer Veranstaltung ins Bräustüberl. Darunter Vertreter der SPD-Ortsvereine Andechs und Gauting sowie einige Mitglieder des VdK Wörthsee/Hechendorf. Nichtsdestotrotz war der Abend für die Anwesenden sehr lohnend und interessant.

Der Referent Andreas Konow vom VdK Starnberg ging auf alle Zwischenfragen gerne ein, und durch die wenigen Teilnehmer kam jede(r) mit seinem Anliegen zu Wort. So lernten Menschen, die selbst über andere Pensionssysteme gut versorgt sind, dass man sich tatsächlich als Rentenempfänger der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte nach 45 Vollzeit-Berufsjahren mit lediglich 900 Euro abgespeist sehen kann.

Denn den Eckrentner gibt es nur in der Idealisierung des Systems. Weiterlesen