Von oben links nach rechts fortfolgend: Prof. Dr. Martin Dameris, Dr. Brigitte Altenberger, Willi Deml, Marion Kopplemann, Sean Hodges, Doris Kömmling, Ernst Deiringer, Veronika Schellhorn, Michael König, Angela Pflügler, Dr. Sebastian Schmidinger, Johanna Deiringer, Wolfgang Niemann, Anna Weishäupl, Dr. Sven Nissen-Meyer, Marina Wögerer, Uli Leinfelder, Veronika Altenberger, Martin Möller, Dr. Josef Hofmann

Am 28. November ab 20 Uhr im Toerringstüberl des Bräustüberls auf Schloss Seefeld findet unsere Aufstellungsversammlung statt. Dort erfahren Sie mehr über die Damen und Herren, die sich für die SPD-Liste in Seefeld engagieren möchten. Auf dieser Web-Seite gibt es demnächst ebenfalls weitere Details über unsere Kandidaten- und Kandidatinnenvorschläge, wie etwa welchen Beruf sie ausüben, was die Schwerpunkte ihres ehrenamtlichen Engagements sind und was sie bewegen möchten, wenn sie (wieder) in den Gemeinderat gewählt werden.

Wählen dürfen am 28.11. ausschließlich die SPD-Mitglieder des Ortsvereins Seefeld, aber dabei sein und sich informieren können alle Interessierten!

Fotos: Gesine Dorschner, Text: Marion Koppelmann

Thomas Zimmermann, der gemeinsame Bürgermeisterkandidat der SPD und der Grünen mit Bürgerinitiative Eichenallee für die Kommunalwahlen 2020 in Seefeld

Nach einem aufwendigen Bewerbungsverfahren haben sich Grüne, die „Bürgerinitiative Eichenallee“ und die SPD-Seefeld auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten geeinigt. Thomas Zimmermann (Grüne) ist für die SPD-Seefeld ein hervorragender Kandidat, da er die für uns wichtigen Aspekte einer umweltpolitischen Sozialpolitik vertritt, für die wir seit Jahrzehnten im Gemeinderat stehen.
Nachdem Bürgermeister Wolfram Gum nach 30 Jahren Amtszeit bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr antreten wird, sehen wir eine große Chance für einen politischen Wechsel in der Gemeinde. SPD, Grüne und die „Bürgerinitiative Eichenallee“ haben seit Juli 2019 in gemeinsamen Treffen ausgiebige Gespräche geführt mit dem Ziel, einen gemeinsamen Kandidaten für das Bürgermeisteramt zu finden.
Es gab mehrere Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Bei den Grünen sowie der SPD wurden intensive Vorgespräche geführt. Die Grünen haben sich am Ende für einen von zwei möglichen Kandidaten entschieden. Bei der SPD wurde ein Kandidat vom SPD-Ortsverein nominiert. Dieser kommunalpolitisch sehr versierte Kandidat der SPD überzeugte die Mitglieder des Ortsvereins vor allem durch sein Fachwissen und sein sehr positives und freundliches Auftreten.
Anfang September gab es dann ein gemeinsames Treffen der drei Gruppierungen, bei dem sich der SPD-Kandidat und ein Kandidat der Grünen den etwa 40 Anwesenden vorstellte. Die Zuhörerschaft setzte sich pari-pari aus SPD und Grünen mit der Bürgerinitiative zusammen. Beide Bewerber überzeugten in einem freundschaftlichen Rededuell die Zuhörer mit ihrer Persönlichkeit ebenso, wie mit Sach- und Fachwissen, so dass den Anwesenden die Entscheidung für einen gemeinsamen Kandidaten schwer fiel. Ein sicherlich ausschlaggebender Punkt war, dass der SPD-Kandidat nach Rücksprache mit seiner Familie im Fall seiner Wahl nicht seinen Hauptwohnsitz nach Seefeld verlegt hätte. Das Ergebnis der geheimen Abstimmung an dem Abend fiel dann deutlich aus: Thomas Zimmermann, der Kandidat der Grünen, erhielt die meisten Stimmen (2 Drittel Mehrheit) und war somit nicht nur der Gewinner des Abends, sondern auch der gemeinsame Bürgermeisterkandidat für alle drei Gruppierungen.
In den folgenden Wochen fanden weitere Gespräche und Treffen statt, bei denen die Schnittmengen, aber auch die Unterschiede der drei Gruppierungen herausgearbeitet wurden.
Jetzt sind wir stolz, dass wir uns am Ende eines zutiefst demokratischen Prozesses der drei Gruppierungen für Thomas Zimmermann entschieden haben, dessen Kandidatur wir mit ganzer Kraft unterstützen werden. Dass wir trotz dieser Einigung eine eigene Gemeinderatsliste mit eigenen Schwerpunkten aufstellen werden, versteht sich von selbst. Dies wird aller Voraussicht nach am 14. November geschehen.
Wir freuen uns auf einen lebendigen, spannenden und fairen Wahlkampf, hoffen auf neue Mehrheiten im Gemeinderat und den neuen Bürgermeister Thomas Zimmermann. Gemeinsam mit ihm wollen wir unsere Ziele für die Gemeinde Seefeld umsetzen.

Die SPD Seefeld

Vorsitzende Marion Koppelmann, Münchner Str. 1D, 82229 Seefeld

Am Sonntag, den 15. September 2019 veranstaltete der SPD-Ortsverein Berg sein inzwischen schon traditionelles Bogenschießen bei strahlendem Sonnenschein. Unsere Ortsvereins-Vorsitzende Marion Koppelmann kam vorbei und traf dort auch unsere SPD-Landratskandidatin Christiane Kern sowie den vom SPD-Ortsverein Berg unterstützten Bürgermeisterkandidaten für Berg Rupert Steigenberger.

von links: Bernhard v. Rosenbladt (OV-Vors. SPD Berg), Marion Koppelmann (OV-Vors. SPD Seefeld), SPD-Landratskandidatin Christiane Kern, SPD-Kreisrätin Sissi Fuchsenberger (OV Berg), Bürgermeisterkandidat für Berg Rupert Steigenberger; Foto: Andreas Heinrich

Eingeladen hatte der SPD-OV Seefeld, gekommen waren in die Schlossgaststätte auch Mitglieder aus Herrsching, Steinebach und Gauting. Michael Schrodi, der auch Betreuungsabgeordneter für den Kreis Starnberg ist, gab zunächst eine Übersicht der in der laufenden Legislaturperiode aus SPD-Sicht bereits erfolgreich umgesetzten Vorhaben wie z.B. das Rückkehrrecht in Vollzeitarbeit nach einer Teilzeit-Phase oder die Nachunternehmerhaftung in der Paketzustellerbranche. Bei der Reform der Grundsteuer zeigte er kein Verständnis für die vor allem von Bayern geforderte Öffnungsklausel. Entgegen der von der CSU propagierten Entbürokratisierung muss Bayern wegen des Länderfinanzausgleichs die Grundsteuer jetzt nach zwei Methoden berechnen, nach der Regelung des Bundesgesetztes und der spezifisch bayerischen Vorgaben.

Als offene und in der Koalition noch umstrittene Vorhaben nannte Schrodi  u. a. die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung und das Klimaschutzgesetz. Bei der Einführung einer Grundrente verweist  die SPD auf die Tatsache, dass im Rentenrecht keine Bedürftigkeitsprüfung vorgesehen ist. Das muss auch beim spezifischen Teil der Grundrente so bleiben. Beim geplanten Klimaschutzgesetz gibt es nach Schrodi noch einige harte Nüsse zu knacken. Das von der SPD-Umweltministerin Svenja Schulze vorgelegte Gesetz hat ja vor allem massive Auswirkungen auf die von CDU und CSU geführten Ministerien wie Landwirtschaft , Wirtschaft, Innen und Verkehr.

In der nachfolgenden lebhaften Diskussion kamen vor allem Themen zur Sprache wie Zukunftsvisionen der SPD, wie will sie die Schere zwischen arm und reich weiter schließen, wie einen wirksamen Klimaschutz sozial abfedern, wie eine Steuergerechtigkeit erreichen. Auch bei der Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Ost und West oder Ballungsgebieten und ländlichem Raum waren Lösungsansätze der SPD gefragt. Die Wiedererlangung der sozialen Kompetenz zog sich wie ein roter Faden durch alle Forderungen. Zur Frage der Fortsetzung der Koalition gab Schrodi zu bedenken, dass bei einem Bruch alle schon im Koalitionsvertrag vereinbarten SPD-Schwerpunkte nicht mehr realisiert werden könnten.

Ernst Deiringer bedankte sich bei allen etwa 20 Gästen für die rege Diskussion und die geduldige und kompetente Beantwortung aller Fragen durch Michael Schrodi.

Ernst Deiringer, stellvertretender Ortsvorsitzender Seefeld.

Unser Betreuungsabgeordneter Michael Schrodi ist seit 2017 Mitglied des Bundestags.

Pflegeroboter und medizinische Assistenzsysteme helfen Kranken, Pflegenden und Ärzten

Mitglieder der Ortsvereine Seefeld & Wörthsee zusammen mit Vertreterinnen der Nachbarschaftshilfen Seefeld, Hechendorf und Wörthsee; 3. von links, die Organisatorin, unsere Schatzmeisterin Angela Pflügler, 7. von links Johann Heindl vom DLR

Am 9. Juli besuchten Vertreterinnen der Nachbarschaftshilfen Seefeld, Hechendorf und Wörthsee zusammen mit Mitgliedern der SPD-Ortsvereine beider Gemeinden das „Institut für Robotik und Mechatronik“ im DLR, um sich über die Fortschritte in der Pflegerobotik zu informieren.

Nach einer kurzen Einführung über die ersten „Gehversuche“ mit Roboterassistenz im All vor mehr als dreißig Jahren, war eine der drängendsten Fragen der Teilnehmenden, wie man von der Raumfahrtforschung zur Pflege am Menschen komme. Johann Heindl vom DLR antwortete darauf, dass die für den Weltraum entwickelten Techniken auch den Menschen auf der Erde dienlich sein könnten. So ging die im DLR entwickelte Roboterhand DEXHAND den Astronauten bei ihren Raumfahrtmissionen „zur Hand“ und ihre Weiterentwicklung beim Roboter DAVID kann auf der Erde den Kranken- und Altenpflegern assistieren. Dabei gehe es nicht darum, Menschen in der Pflege zu ersetzen, sondern ihnen Arbeit abzunehmen und den Patienten, besonders auch Schwerstbehinderten, eine gewisse Eigenständigkeit zurückzugeben. Das Projekt SMiLE beschäftigt sich mit der Entwicklung von Roboterassistenten für zu Hause und fürs Pflegeheim. EDAN ist eine sogenannte robotische Forschungsplattform. Dabei handelt es sich um einen computergesteuerten Rollstuhl mit Assistenzarm, der es motorisch stark eingeschränkten Patienten zukünftig ermöglichen wird, wieder selbstbestimmt z.B. eine Kühlschranktür zu öffnen, um sich etwas zu trinken zu nehmen bzw. vom Roboterarm anreichen zu lassen. Die Steuerung kann per Joystick oder über Muskelsignale erfolgen, die an der Hautoberfläche gemessen und übertragen werden.

(Foto: EDAN, DLR-Mitarbeiterin, Willi Deml vom Ortsvereins Seefeld und Doriano Depolli vom Ortsverein Wörthsee)

Auch wenn das alles immer noch ein bisschen wie Science Fiction anmutet, ist die Fiktion doch in Teilen wahr geworden, und die Pflegekräfte der Nachbarschaftshilfen standen den Möglichkeiten, die es durch die Technik in Zukunft geben wird, positiv gegenüber. Denn wenn Pflegeroboter die Routinearbeiten übernehmen, bleibt den Pflegenden mehr Zeit für menschliche Zuwendung.

Ebenfalls sehr beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer der Führung durchs Institut für Robotik und Mechatronik von den Fortschritten bei den robotischen Assistenzsystemen für die medizinische Diagnostik und minimal-invasive Intervention im MIRO Innovation Lab. Bei operativen Eingriffen mit den hier in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis weiterentwickelten Medizinrobotern ist die Schmerzbelastung nach der Operation geringer und eine Heilung erfolgt schneller. Natürlich kann und soll der Roboter auch hier den Menschen nicht ersetzen, sondern ihm lediglich zur Hand gehen.

Wer sich selbst ein Bild vom Stand der Technik in Sachen Pflege- und Medizinrobotik machen möchte, kann dies am 21. Juli tun, beim Tag der offenen Tür im DLR oder auf der Web-Seite des Instituts für Robotik und Mechatronik.

Fotos: Andreas Heinrich; Text: Marion Koppelmann

Und hier noch ein paar Bilder unseres Besuchs:

Herr Heindl erklärt anschaulich, worum es geht
Hier entwickeln die Fachleute für eine mikro-invasive roboter-gestützte Chirurgie
Der Pflegeroboter „Rollin‘ Justin“
Unsere OV-Vorsitzende Marion Koppelmann sucht Schulter zum Anlehnen …

v. r.: SPD-EU-Kandidat Korbinian Rüger, Kabarettistin Lizzy Aumeier, Manager Andreas Stock, Musikerin Svetlana Klimova, Orstvereinsvorsitzende Marion Koppelmann, SPD-EU Kandidat Tobias Köck

Neues Format „Kabarett & Diskussion

Am 28. März fand unsere Veranstaltung „Europa: Politposse oder Potenzial mit Zukunft“ im S u d h a u s auf Schloss Seefeld statt. Eingeladen haben wir zusammen mit dem Ortsverein Wörthsee, mit dem wir seit November 2018 eine Kooperation pflegen.

Gesamtansicht Sudhaus bei der Vorstellung am 28.03.19

SPD muss klarer & geschlossener auftreten

Den Auftakt unserer Veranstaltung bildete die kabarettistische Einlage von Lizzy A u m e i e r zusammen mit der Sologeigerin und -pianistin Svetlana Klimova. Die beiden stimmten die Gäste humorig, aber auch mit deutlichen Worten auf die anschließende politische Diskussion rund um das Thema Politik & Europa ein. So ermahnte Lizzy A u m e i e r, die selbst aus einem SPD-Haushalt stammt, die anwesenden Genossen und Genossinnen eindringlich, klarere & einfachere Worte zu finden und geschlossener aufzutreten.

Lizzy Aumeier fordert mehr Geschlossenheit und eine einfachere Sprache von der SPD!

„Schwesterchen“ Russland

Außerdem weist Lizzy Aumeier darauf hin, dass Europa zumindest im kulturellen Bereich, Russland wesentlich näher sei als den Vereinigten Staaten von Amerika, und dass wir als Europäerinnen und Europäer diesem Umstand zukünftig mehr Rechnung tragen sollten.

Svetlana Klimova war Konzertmeisterin des Orchesters im Staatlichen Akademischen Kammermusiktheater in Moskau


Svetlana Klimova (Geige), Lizzy Aumeier (Kontrabass), 28.03.19

Im Anschluss an den musikalisch-kabarettistischen Vortrag stellten sich unsere beiden Europa-Kandidaten Tobias Köck und Korbinian Rüger den Gästen vor.

Der Gesellschaft etwas zurückgeben

Tobias Köck*, 39 Jahre alt und erst vor kurzem Vater geworden, widmet die Hälfte seiner Arbeitskraft dem Ehrenamt, weil er so der Gesellschaft etwas zurückgeben möchte. Er ist sich sicher, die Möglichkeit zu studieren, verdankt er ursächlich der SPD-Politik der 1970er Jahre. Einer der Schwerpunkte seiner politischen Arbeit ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Das anzustrebende Ziel sollte sein, dass die jungen Leute auch in ihren Heimatländern Anstellungen finden, die ihrer Ausbildung entsprechen. Dazu verweist er auf das SPD-Europa-Wahlprogramm für ein soziales Europa, bei dem es auch um die Angleichung der Lebens- und Sozialversicherungs-Standards in den verschiedenen Mitgliedsländern geht.

SPD-EU-Kandidat Tobias Köck, 39, tritt für ein soziales Europa ein

Geboren in der EU: eine glückliche Fügung

Auch Korbinian Rüger*, 30 Jahre alt und Doktorand der Politischen Philosophie ist sich bewusst, dass er durch die glückliche Fügung, in Deutschland und nicht in irgendeinem Drittland geboren worden zu sein, Möglichkeiten hat, die anderen junge Menschen in seinem Alter verwehrt bleiben. Er tritt dafür an, die gesetzgebende Kraft der EU vermehrt in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zu legen und kann sich Ländergrenzen-überschreitende Wahlkreise oder gar gemeinsame Listen vorstellen.

SPD-EU-Kandidat Korbinian Rüger, 30, ist Gründungsmitglied von „Project for a Democratic Union (PDU)“

Wollen wir Willy Brandt und Helmut Schmidt zurück?

Zu Beginn der anschließenden Diskussion mit den Gästen stellt sich nach dem „SPD-Lied“ von Lizzy Aumeier, in dem sie sich Willy Brandt und Helmut Schmidt zurückwünscht, die Frage, ob das Publikum das auch so sehe. Eine junge Dame formuliert, sie verstehe den „Hype“ um die beiden nicht. Die „älteren Semester“ erklären, dass sie an Willy Brandt und Helmut Schmidt die Reformpolitik der SPD festmachen und sich wünschen würden, dass die SPD des dritten Jahrtausends wieder ähnlich versiert die Probleme der Zeit anpackt und löst. Aber gerne mit mehr Frauenpower!

Kritische Fragen, nicht nur zum Thema Europa

Parité: Geschlechter-gerechte Besetzung der Parlamente?

Bei der darauf folgenden Frage, warum eigentlich nicht genauso viele Frauen in den Parlamenten säßen, wie es der Bevölkerungsstruktur entspräche, wird auch das in Brandenburg vom regierenden rot-roten Bündnis vor kurzem verabschiedete Parité-Gesetz angesprochen. Dessen Übertragung auf den Bundestag und weitere Landesparlamente hält die gefühlte Mehrheit der Anwesenden für gerecht und überfällig, auch wenn manche der Ansicht sind, dass es dem Grundgesetz widersprechen würde. Desweiteren wird darauf hingewiesen, dass die SPD seit Anfang der 1980er Jahre die Maxime herausgegeben hat, die Kandidat*innen-Listen nach dem Reißverschluss-Prinzip zu reihen: abwechselnd ein Mann und eine Frau oder umgekehrt.

Wo sind die Frauen?

Warum aber gibt es nach wie vor viel weniger Frauen als Männer in sämtlichen politischen Gremien, wird gefragt. Unser Kandidat Tobias Köck erklärt daraufhin, dass die Frauen viel mehr Themen hätten, um die sie sich in ihrem Lebensalltag kümmern wollen und müssen. Auch heute noch liege die Schmerzgrenze in Sachen „ordentlicher Haushalt“ bei Frauen in der Regel niedriger als bei ihren Partnern. Nach wie vor haben viele Männer als Interessenschwerpunkt das Fortkommen im Beruf und vielleicht noch ein Hobby — vielleicht sogar die Politik. Damit Frauen Raum und Zeit finden, um sich ebenfalls mehr in diese Richtung zu engagieren, sollen ihnen ihre Partner den Rücken stärken UND freihalten.

SPD-EU-Spitzenkandidatin und Justizministerin Katarina Barley hat alles richtig gemacht

HARTZ IV für Europa?

Bei der Frage eines Gastes, ob die anwesenden Mitglieder der umliegenden SPD-Ortsvereine beim Thema „Anpassung der sozialen Verhältnisse in Europa“ etwa HARTZ IV und damit dessen negative Seiten für die Betroffenen nach Europa exportieren wollten, wird deutlich darauf hingewiesen, dass in Bezug auf HARTZ IV in Deutschland regelmäßig vergessen wird, dass HARTZ IV zusammen mit den GRÜNEN eingeführt wurde. Auch erschien es damals als Notwendigkeit, um eine drohende Massenarbeitslosigkeit abzuwenden. Inzwischen sind die wirtschaftlichen und Arbeitsmarkt-politischen Verhältnisse andere und die SPD arbeitet an Verbesserungen.

BREXIT hautnah

Der bevorstehende BREXIT sei nur der Gipfel einer langen Geschichte, erläutert Korbinian Rüger, der die Hälfte des Jahres in Oxford lebt. Großbritannien habe schon von jeher ein weniger emotionsgeladenes Verhältnis zu Europa gehabt, als wir auf dem Kontinent. Erst wollten die Gründungsväter Großbritannien nicht dabei haben, dann hat man auf der Insel bei der Währungsunion nicht mitgemacht, sich von SCHENGEN ausgenommen und die Grundrechte-Charta nicht anerkannt. Vor der Volksabstimmung zum BREXIT habe man die (jungen) Leute belogen. Durch eine schwache politische Führung sei das Desaster überhaupt erst möglich geworden, indem sie in einer so wichtigen Frage durch die „Volksabstimmung ohne Not“ populistischen Kräften letztlich die Entscheidungshoheit überließ und sich eigentlich nur eine Stärkung der eigenen Position erwartete.

SOPHIA nur noch aus der Luft

Das komme dabei raus, erklären die beiden EU-Kandidaten unisono, wenn man den rechtspopulistischen Kräften Macht gibt und sich parallel in der EU auf Abkommen versteift, die einem einzigen Bündnisland die ganze Verantwortung für die ankommenden Flüchtlinge aufbürdet, während sich andere die Rosinen aus den Möglichkeiten, die die EU biete, picken und gleichzeitig weigern, die ihnen zugewiesenen Kontingente zu bedienen. Da aber bei der „Angst vor Flüchtlingen“ auch immer mitschwingt, persönliche Pfründe abgeben zu müssen, sei es unabdingbar, dass wir weiter auf ein soziales Europa setzen, das die Lebenssituationen aller Mitglieder so verbessert, dass sie ihre Errungenschaften in Sachen Wohlstand nicht durch ein paar Tausend Flüchtlinge gefährdet sehen.

Was ist das Rezept der SPD gegen die Ablösungstendenzen innerhalb der EU?

Korbinian Rüger erklärt, dass die Antwort im Parteinamen der SPD angelegt sei: „Wir müssen sozialer werden und mehr Demokratie zulassen, vor allem auch in Europa!“

Europa ist die Antwort … und die Zukunft

Am Ende des Abends sind sich die Anwesenden einig, dass man der Zukunft gelassen entgegensehen kann, wenn diese von jungen Menschen wie den beiden Kandidaten mitgestaltet wird. Die Ortsvereinsvorsitzende Marion Koppelmann dankt den Gästen und den Vertreter*innen der Ortsvereine Gauting, Gilching, Gröbenzell, Iffeldorf, Planegg, Weßling und Landsberg fürs Kommen sowie dem Ortsverein Berg, dem Ortsverein Wörthsee sowie der Kreis-SPD Starnberg für die monetäre Unterstützung des neuen Veranstaltungsformats „Kabarett & Diskussion“.

Zum Schluss ein großes Dankeschön von der Ortsvereinsvorsitzenden Koppelmann an alle, die die Veranstaltung möglich gemacht haben!

Text: Marion Koppelmann, Fotos: Andreas Heinrich & Andreas Schöpf

*) Mehr über die beiden weiter unten auf dieser Web-Seite!

Die Kreis-SPD Starnberg plant den Europa-Wahlkampf im Andechser Hof, Herrsching; vom Ortsverein Seefeld dabei: Ernst Deiringer (hinten links), Marion Koppelmann (vorne rechts), sowie Wolfgang Niemann und Dr. Sven Nissen-Meyer (beide nicht auf diesem Foto von Andreas Schöpf)
MdL Florian Ritter: 5. von rechts


Am 26. März ab 19 Uhr (Einlass 18h30) veranstalten die Kreis-JUSOS eine Podiumsdiskussion im T u t z i n g e r Keller!